Österreichisches Umweltzeichen für Schulen

 

Umweltzeichen - AnsprechpartnerInnen

Umweltfreundlicher Schulmitteleinkauf

Auswertung - Mobilitätsmanagement (Schuljahr 2010/11)

Kurzinformation zum Österreichischen Umweltzeichen

Feier zur Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens

 

Ziel des Umweltzeichens für Schulen ist es, dass sich alle im schulischen Alltag beteiligten Personengruppen für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Lebenswelt einsetzen. Dabei sollen Erfahrungen aus der Umsetzung von Umweltprojekten in der Schule zum weiteren Handeln im Alltag anregen.

Schulen können durch die Ist-Analyse ihrer Umweltsituation und der Lehr- und Lernkultur sowie den daraus folgenden Zielen und der Evaluation der gesetzten Maßnahmen eine interne Qualitätssteigerung erreichen. Darüber hinaus soll durch Kooperationen mit weiteren Umweltprogrammen, mit dem Schulerhalter bzw. mit der Gemeinde, durch die Beschaffung regionaler, ökologischer oder fair gehandelter Produkte sowie über Medienarbeit eine nach außen gehende Wirkung des Umweltzeichens erzielt werden.

Das Umweltzeichen für Schulen zeichnet daher Bildungseinrichtungen für ihr besonderes Engagement in den Bereichen umweltorientiertes Handeln, Gesundheitsförderung, Umweltbildung und Förderung eines sozialen Schulklimas aus.

Umweltengagement von Kindern und Jugendlichen fördern
Da an der Erreichung des Umweltzeichens auch SchülerInnen mitarbeiten, kann gerade die wichtige Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen für Umweltanliegen sensibilisiert und zu ökologisch sinnvollem Verhalten motiviert werden. Das Umweltzeichen kennzeichnet die Schule als eine moderne, auf Qualität ausgerichtete Bildungseinrichtung und zeigt, dass sie ihren bildungspolitischen Auftrag und ihre ökologische Verantwortung ernst nimmt.

Der Kriterienkatalog umfasst die für Schulen relevanten Anforderungen in Form von Muss- und Soll-Kriterien sowie Zusatzinitiativen:

Folgende zehn Bereiche werden unterschieden:

     Umweltmanagement, Information und Soziales
     Umweltpädagogik
     Gesundheitsförderung, Ergonomie und Innenraum
     Energienutzung und -einsparung, Bauausführung
     Verkehr und Mobilität
     Beschaffung und Unterrichtsmaterialien
     Lebensmittel und Buffet
     Chemische Produkte und Reinigung
     Wasser, Abwasser, Abfallvermeidung und -reduktion
     Außenraum

Die Prüfung wird durch den Verein für Konsumenteninformation organisiert und erfolgt durch unabhängige PrüferInnen. Nach der positiven Beurteilung wird der Schule das Umweltzeichen für einen Zeitraum von vier Jahren verliehen.

Bei der Einführung des Umweltzeichens besteht auch die Möglichkeit eines Stufenmodells. Dabei müssen beim Erstantrag die Kriterien

     Umweltmanagement, Information und Soziales
     Umweltpädagogik
     Energienutzung und -einsparung, Bauausführung
     Außenbereich
sowie drei weitere Themengebiete erfüllt sein. Die verbleibenden drei Bereiche müssen bis zur nächsten Überprüfung in vier Jahren umgesetzt werden.

Ein speziell für Schulen erstellter Leitfaden mit allgemeinen Informationen, Vorschlägen und Hilfsmitteln erleichtert dabei die Umsetzung der Richtlinie.
 

Vorteile durch das Umweltzeichen

  1. Qualitätsmanagement
    Umweltzeichen-Schulen haben ein ökologisches Schulprogramm mit einem Leitbild und verbessern dadurch kontinuierlich ihr Angebot und Schulklima. Möglichkeiten zum Feedback, Einbindung von SchülerInnen und Personal in Planungen und Prozessmanagement oder Partnerschaften mit anderen Schulen dienen dabei als Anregungen für neue Ideen und Konzepte. Durch Förderung der Weiterbildung von LehrerInnen und anderen MitarbeiterInnen werden neue Impulse gesetzt.
  2. Lust auf gemeinsames Lernen
    Wissen wird zusätzlich zum Fachunterricht aktiv in Form von Projekten, Informationsveranstaltungen oder Exkursionen vermittelt. Die SchülerInnen erhalten damit die Möglichkeit sich selbstständig mit den Lerninhalten auseinander zu setzen.
  3. Gesundheitsförderung
    Schulen mit dem Umweltzeichen ist ein gesundes und soziales Arbeitsklima ein wichtiges Anliegen. Dem Schulalltag entsprechend wird besonders auf Ergonomie, gutes Innenraumklima und -gestaltung sowie auf soziale Themen geachtet.
  4. Effiziente Nutzung von -Ressourcen
    An Umweltzeichen-Schulen setzen sich LehrerInnen, sonstige MitarbeiterInnen und SchülerInnen durch Ist-Analysen mit ihrem Ressourcenbedarf auseinander und entwickeln gemeinsame Lösungsstrategien für ökologische und ökonomische Verbesserungen.
  5. Förderung der Nachhaltigkeit
    Umweltzeichen-Schulen wollen alle am Schulleben Beteiligten wie Eltern, MitarbeiterInnen und SchülerInnen, aber auch die Gemeinden dazu anregen, für sich und ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und über den Schulalltag hinaus im Sinne einer nachhaltigen Zukunft aktiv zu werden.
     

    (
    vgl.: www.umweltbildung.at)